Diese Geschichte hab ich selber erlebt und möchte sie mit dir teilen. Ich hoffe, es wird dich in deinem Glaubensleben erbauen und ein Stück weiterbringen. 

Vorwort

 

Mit dieser Zeichnung hängt ein kleines Abenteuer zusammen. Sie ist schon ziemlich alt und immer noch nicht fertig. Ich werde sie auch nicht zuende zeichnen, weil sie meiner Meinung nach Britney gar nicht ähnelt (Ich habe sie breits auch schon vernichtet). Irgendwas ist da schief gelaufen. Da ich es  vorziehe, die Bleistift-Zeichnungen von unseren sogenannten "Stars" (wenn die Möglichkeit besteht) persönlich abzugeben, beschloss ich eines Tages von Deutschland nach Italien zu den MTV Europe Musik Awards in Rom zu trampen, denn ich habe vermutet, dass auch Britney dort sein müsste. Denn so was geschieht nicht alle Tage und Rom ist auch nicht all zu weit von Detmold entfernt, dachte ich so spontan.

Mein Ziel ist es, mit den Zeichnungen Kontakte bzw. Brücken zu diesen Menschen zu bauen, Geld zu verdienen und eventuell später, wenn es klappen sollte, mit ihnen über ihren und meinen Glauben, der an Jesus Christus gebunden ist, zu reden.

Naja, der ganze Trip dorthin und zurück dauerte insgesamt eine Woche und war ziemlich spannend und erweiterte meine Sicht im Bezug auf den Glauben an Jesu Christi Worte weitestgehend! Ich konnte dadurch auch den Apostel Paulus (ein Missionar aus der Bibel) etwas besser verstehen in dem was er durchgemacht hatte, aber auch damit verbunden den Segen und die schützende Hand Gottes. Denn ich war ebenfalls Gefahren und Nöten ausgesetzt und möchte dir gerne zur Ehre Gottes darüber berichten, wie Er mich da durchgetragen hatte.

Wichtig ist auch zu verstehen, dass Jesus Christus nichts mit Religion oder Manipulation zu tun hat! Die Bibel ist auch weder mit dem Koran, den kathl. Lehren bzw. der liberalen Theologie vereinbar noch identisch. Ich vertrete auch nicht die Zeugen Jehovas oder die Mormonen (die beide eine Freimaurergründung sind), sondern den einzig wahren und lebendigen Schöpfer des Universums.


Die Reise beginnt

 

Es war Samstag, der 13.11.2004. Die Reise startete nicht in meiner (ehemaligen) Stadt sondern in Recklinghausen, denn meine Schwester und ein paar Mädels wollten dort Freunde besuchen und da dachte ich, ich komme mit und trampe von dort aus los, weil es etwas näher zu Rom liegt. Habe dann auch noch nebenbei einen guten Freund besucht. Die MTV-Show sollte nun am Donnerstag starten und enden und deshalb dachte ich, dass ich früh genug lostrampe um kein Risiko einzugehen, denn so eine weite Strecke bis nach Rom war für mich das erste mal. Ich möchte aber noch beifügen, dass ich in keiner Weise hinter MTV stehe, noch es in irgendeiner Form unterstützen möchte! Ich lehne MTV (sowie die anderen Musiksender) in jeder Hinsicht ab, weil sie die Jugendlichen stark negativ und dämonisch beeinflussen.

Also, ich nahm nur 5 geschnorrte Euro von meiner Schwester + ein paar eigene Cent mit (war ziemlich pleite zu der Zeit) und einen Koffer mit Klamotten, Zubehör (Bibel, Traktate, Zahnpasta usw.) und eine Sammelmappe, in der die Kopien einiger Zeichnungen enthalten waren und das nicht fertige Original von Britney.

Um ca. 18.00 Uhr hielt die erste Person mit einem BMW Z3 an und brachte mich auf die A2 und dann auf die A45 und um ca. 23.17 Uhr war ich schon mit der vierten Person in der Schweiz. Für mich war es überraschend, denn es war mein innerer Wunsch noch Samstags in der Schweiz zu sein und Gott hatte ihn mir erfüllt, obwohl ich nicht darum gebeten habe. Es war sozusagen mein inneres, indirektes Gebet. Denn unter anderem nahm mich ein Russlanddeutscher 19-Jähriger mit seinem neuen alten Jaguar, den er an diesem Tag gekauft hatte, mit und fuhr mich ca. 2 Stunden fast die ganze Zeit mit knapp 220 Sachen runter. Er wollte ihn halt testen ob er gut fährt. Und er fuhr gut! Wir haben uns auch gut unterhalten. Er ist ein interessanter Mensch! Und sehr reif für sein Alter. Ich finde es auch schade, dass besonders Ältere dann auf Jüngere nicht gerne hören wollen bzw. eingehen, wenn sie merken, dass sie mehr Verstand und Ahnung haben als sie, weil es halt an ihrem Ego kratzt. Deshalb, so sagte er, gibt er sein Alter nicht gerne preis. Mit dem selben Problem hatte auch der Timotheus (ein Lehrling des Paulus) zu tun. Bitte, liebe Erwachsene, wenn ihr im Unrecht steht, egal wie alt diejenige Person ist, die es besser weiß: Demütigt euch und lasst euch belehren, denn Alter schützt nicht vor Torheit bzw. Unerfahrenheit und Erkenntnis! Ich musste auch schon mal von einem ca. 10-Jährigen bezüglich meines Kleinglaubens belehrt werden:

Ein paar kleine Freunde von mir und ich sind eines Tages zu einem Baumarkt gefahren. Allerdings hatte keiner von uns ein Fahrradschloss dabei. Naja, kein Problem, dachte ich. Als wir dann ankamen, betete ich kurz mit den Kids für die Bewahrung der Fahr-räder. Wir gingen rein und ich holte was ich brauchte. Als wir an der Kasse standen, dachte ich wieder an die Fahrräder und mein Kleinglaube kam kurz zum Vorschein, denn ich bat nämlich einen meiner kleinen Freunde, dass er doch bitte rausgehen soll um nach den Fahrrädern zu schauen. Aber er schaute mich überraschend an und sagte: „Aber warum? Du hast doch für sie gebetet!“ Ihr Glaube war größer als meiner, wie beschämend!

Am Rastplatz Bruchsal West (A5) rausgelassen suchte ich wieder nach neuen Fahrgelegenheiten und stieß später auf einen älteren Herrn im Restaurant beim Essen, der zwar am Anfang noch zögerte weil ich mit meinem schönen Pelzmantel vom Trödelmarkt und dem alten großen Koffer einem Drogendealer ähnelte, aber nachdem ich ihm meine Visitenkarte gab (glaub ich zumindest), die Zeichnungen zeigte usw., schenkte er Vertrauen zu mir. Ich musste dann noch kurz warten bis er zuende gegessen hatte und dann nahm er mich mit und die Reise ging weiter.

Wir kamen in die Schweiz rein und ich bin gleich beim ersten Rastplatz in Basel hängen geblieben. Mein erster Eindruck von den Schweizern, die ich da vorfand, war enttäuschend: oberflächlich, egoistisch und eingebildet kamen mir viele vor. Aber solche Menschen trifft man nicht nur in der Schweiz, sondern überall dort, wo der Materialismus herrscht. Naja, weil mich keiner mitnahm, musste ich einige langweilige und müde Stunden in der Tanke verbringen und wurde sogar noch später von zwei Polizisten kontrolliert. Einer von der Security dort hatte sie verständigt, denn ich kam ihm höchstwahrscheinlich mit dem Outfit zu verdächtig vor. Denn Reiche trampen ja gewöhnlich nicht. Ich sah wohl eher aus als wollte ich vielleicht Drogen oder Waffen mithilfe Unschuldiger über die Grenze schmuggeln oder was auch immer er sich da gedacht hat.


Sonntag

 

Ich habe bis ca. 5.35 Uhr Sonntag morgens gewartet und endlich hielt dann einer an, der mich nach ca. 45 Min. auf einem anderen Rastplatz absetzte. Der Rastplatz heißt Luzern-Neuenkirch (A2) und hat auch ein Restaurant mit angebaut. Mir ging es voll elend dort! Es war draußen kalt (musste ja öfter rausgehen und die Leute nach einer Mitfahrgelegenheit fragen) und geschlafen habe ich auch sehr wenig und schlecht und sah dementsprechend auch nicht frisch aus, also ein Minus für’s Trampen. Habe auch versucht auf der Toilette zu schlafen, war aber schnell wieder draußen, denn es wäre sonst zu auffällig, wenn ich da drin lange "abhängen" würde. Tja, das sind unter anderem die Nebenwirkungen vom Trampen. Es klappt halt nicht immer alles so, wie man es sich gerne wünscht. Aber trotzdem war Gottes Führung richtig und passend, wenn ich heute auf dieses kleine Abenteuer so zurückschaue!

Man sollte immer bereit sein, auch die unangenehmen Seiten des Lebens kennen zu lernen bzw. zu akzeptieren und sie geduldig ertragen. Viele haben sich schließlich über die Jahre an den Wohlstand gewöhnt und sind ungern bereit, auch Entbehrungen und Leid auf sich zu nehmen.

Dann endlich, um ca. 13.00 Uhr nachmittags, nahm mich einer mit und brachte mich sicher nach ca. 2 Stunden Fahrt über die Grenze nach Como, Italien. Dieses Kaff liegt nicht weit weg von Milano (Mailand) entfernt.  Dort rausgelassen stand ich nun zum ersten mal auf italienischem Boden. Ein paar Meter entfernt haben Italiener Orangen vom Lastwagen aus verkauft. Ich wollte eine kaufen um zu probieren wie sie in Italien schmecken, aber der freundliche Italiener schenkte sie mir. Sie hat sehr lecker geschmeckt! Ein kleiner Zwischenfall ist dann noch passiert: Der Deutsche, der mich nach Italien brachte, hatte einen kleinen Unfall mit einem Italiener, kurz nachdem er wieder zurückfahren wollte. Es war nur ein kleiner Sachschaden, aber ich fühlte mich dabei irgendwie mitschuldig. Es tat mir leid! Da tut er was gutes für mich und dann fährt ihm einer rein, weil er zu spät reagiert hatte. Die meisten dort aber fahren, als hätten sie Verfolgungswahn oder so. Oft viel zu schnell und gefährlich.

Ungefähr ne halbe Stunde später brachte mich dann ein Italiener ein Stückchen weiter auf der A9 bis kurz nach der Ausfahrt nach Saronno. Dort am Straßenrand wieder stehend kam ich auf die Idee, das Wort "ROMA" groß auf den Koffer zu schreiben, damit die Leute sofort wüssten, wohin ich wollte. Das war interessant: Die haben mich entweder komisch und verwirrt angeschaut oder mussten lachen. Also, ich fand es auch amüsant. :-)

Ungefähr ne Stunde stand ich da, bis ein Pärchen anhielt und mich direkt bis nach Milano hineinfuhr, was ich aber eigentlich nicht wollte. Wir haben uns auf englisch unterhalten. Sie waren auf dem Weg zur Disko. Da es aber schon dunkel war, als sie mich rausließen (um ca. 17.17 Uhr), dachte ich, dass jetzt weitertrampen sowieso nichts mehr bringen würde, denn die Menschen dort haben Angst, jemanden abends mitzunehmen. Die Angst und der Zweifel ist da groß. Ich schenkte ihnen eine Kopie einer meiner Zeichnungen als ein kleines Dankeschön und fing dann an, durch die Stadt mit dem schweren Koffer spazieren zu gehen. Später hatte ich schon fast Blasen an den Händen vom vielen Tragen. Nach ein paar Kilometern Fußmarsch landete ich schließlich in einem der zwei Flughäfen von Milano und verbrachte dort die Nacht. Auch das Geld war bereits alle.

Montag

 

Ich weiß nicht mehr wie lange ich im Flughafen geschlafen habe. Als der Montag dann anbrach, ging ich u.a. auf den Parkplätzen vom Flughafen rum und anderswo und suchte nach einer Mitfahrgelegenheit. Mich wollte aber keiner mitnehmen. Auch stand ich ein paar Hundert Meter entfernt vor der Einfahrt in Richtung A1 nach Rom, aber auch da hielt keiner an, der mich hätte weiterbringen können. Stunden vergingen. Ich habe auch versucht im Flughafen einen kostenlosen Flug nach Rom zu schnorren, aber auch das schlug fehl.

Später fing ich an zu resignieren, trampte zurück in die Stadt und fuhr von dort mit dem Bus und der U-Bahn zum Hauptbahnhof, denn ich entschloss mit dem Zug nach Rom zu fahren. Und es war auch sowieso schon wieder dunkel geworden. 15 Euro kostete ein Ticket nach Rom. Allerdings würde ich dann am nächsten Tag erst losfahren können, meinte die Frau am Schalter. Ich war damit einverstanden und fing dann an nachzudenken, wie ich auf dem Bahnhof 15 Euro zusammenkriegen könnte. Natürlich habe ich Gott gebeten mir zu helfen und lief dort dann hin und her und fragte verschiedene Leute auf englisch, ob sie mir was leihen könnten usw., aber keiner wollte.

Nebenbei hoffte ich, einen Deutschen zu finden, denn bei ihm hätte ich sprachbedingt mehr Chancen. Und es geschah auch so. Als ich auch mal rausging, um mich auf dem Parkplatz umzuschauen, sah ich plötzlich ein Auto mit deutschem Nummernschild. Ich ging dann sofort dahin und stellte mich dem Mann vor, der auf seine italienische Frau wartete, die in einer Bank am Geld abheben war. Wir unterhielten uns auf deutsch und es kam heraus, dass er ein Amerikaner ist (habe jetzt vergessen wo er deutsch gelernt hat), eine Tochter hat, in Kalifornien wohnt und eine eigene Firma besitzt. Ich erzählte ihm meine Story und schlug dann einen Deal vor: Ich würde später, wenn ich wieder nach Deutschland zurückkommen sollte, seine Tochter zeichnen und dafür jetzt 15 Euro kassieren. Er willigte ein und wir tauschten unsere Visitenkarten aus. Dann kam auch schon seine Frau. Er erklärte ihr kurz wer ich sei und was ich wollte und bat sie um 15 Euro, denn er selber hatte nur amerikanische Dollar mit sich. Komischerweise hatte seine Frau auch keine Euros, obwohl sie bei der Bank war (soweit ich mich erinnern kann, konnte sie irgendwie nichts abheben oder so) und so gab er mir 20 US-Dollar. Ich freute mich riesig, bedankte mich bei ihm und wir trennten uns. Es war ca. 18.50 Uhr. Übrigens habe ich später seine Tochter gezeichnet und die Zeichnung ihm zugeschickt. Er hat sich sehr darüber gefreut und wir haben bis heute Kontakt zueinander.

Ich ging dann zu einem Geldwechsler im Bahnhof hin, ließ das Geld wechseln und bekam überraschenderweise nur ca. 11 Euro zurück. Hatte überhaupt keine Ahnung, dass ich so wenig kriegen würde. Und der nette Mann dachte wahrscheinlich auch, dass 20 Dollar genug sein müssten. Später aber stellte sich sowieso heraus, dass diese Tage über alle Fahrten schon verbucht waren und es keine Möglichkeit mehr gab, mit dem Zug nach Rom zu fahren, denn die Mailänder Partypeople wollten auch zum MTV Europe Musik Award. Aber hey, ich hatte jetzt ca. 11 Euro mit mir! Mein Betrag hatte sich mehr als verdoppelt (5 Euro – 5 Euro + 11 Euro)! Gott verdoppelt nicht nur sondern legt noch immer einen drauf. Das war überwältigend! Das gab mir wieder Mut. Ich marschierte dann zurück zum Flughafen und vor dem "zubankgehen" kaufte ich mir etwas Pizza, um den Hunger zu stillen.

Dienstag

 

Der Dienstag brach nun an. Gleich morgens um 6.20 Uhr weckte mich bereits die Polizei, weil ich wahrscheinlich der Flughafenbehörde aufgefallen war. Denn ich schlief hier bereits schon die 2. Nacht, flog immer noch nicht weg und hatte einen rieeeeesigen Koffer mit dabei. Na, kannst du dir den Rest schon denken? Hätte ich dazu noch einen langen Bart, würden sie mich wahrscheinlich auch noch einsperren und verhören oder so. Solche Vorurteile würde ich als ein Resultat einer Volkshetze bezeichnen. Naja, sie durchsuchten den Koffer und überprüften meinen Ausweis, aber es war natürlich alles im grünen Bereich. Und sie verboten mir weiterzuschlafen, wahrscheinlich weil der Flughafen seinen Betrieb langsam wieder aufnahm (das kenne ich vom Kölner Bahnhof, denn dort weckte man mich und andere auch früh auf). Ich sammelte mich, las noch etwas in der Bibel und machte mich wieder auf den Weg nach Rom.

Diesmal ging ich weiter in die Stadt rein und versuchte an einer großen Kreuzung rauszukommen. Denn ich erkundigte mich, welches die nächstgrößte Stadt an der A1 in Richtung Rom wäre (in diesem Fall Bologna) und habe dann auf die jeweiligen Autoschilder mit der Abkürzung dieser Stadt (oder annähernd) Ausschau gehalten. Denn als die Fahrer an der roten Ampel standen ging ich zu ihnen hin und fragte sie, ob sie mich mitnehmen könnten. Nur drei Wörter reichten mir in meinem Sprachschatz, um weiterkommen zu können: Autostrada, A uno und Autostop. Ich habe aber immer eine Absage erteilt bekommen, bis endlich ein Mann um ca. 13.37 Uhr aufkreuzte und mich dann mit seinem Transporter mitnahm, raus aus diesem Loch. Viele Autofahrer waren leider egoistisch oder hatten einfach Angst, denn ich könnte ja vielleicht mit meinem schicken, teuer aussehenden Pelzmantel vom Trödelmarkt einer von der Mafia sein oder irgend ein Drogendealer, wie bereits erwähnt.

So war ich nun wieder auf der A1 auf dem Weg nach Rom. Habe dann ne Zeit lang im Transporter geschlafen und ca. 2 Stunden später hat er mich auf einem Rastplatz (Seccina Ovest) mit einem Restaurant daneben rausgesetzt. Ich stand nun da, lief wieder rum und hielt Ausschau nach einer neuen Mitfahrgelegenheit. Und ich war ziemlich froh, endlich auf der A1 zu sein. Das ist immer ein großer Schritt, es bis zu einem Rastplatz an der Autobahn zu schaffen, da es ab da dann meistens schnell voran geht, weil man einen persönlichen Kontakt zu den Fahrern aufbauen und somit schnell Vertrauen gewinnen kann.

Doch dann plötzlich fing ich so an nachzudenken: Ja hey, was machst du hier überhaupt? Und wie kommst du überhaupt dazu auf so eine Idee zu kommen? Stehe jetzt irgendwo hier mitten in Italien an der Autobahn mit dem schweren Koffer und habe vor, nach Rom zu trampen. Und wenn ich da jemals ankommen sollte, wie lange wird es wohl dauern bis ich wieder nach Hause zurückkomme, wenn überhaupt? - Leichte Zweifel überfielen mich und ich habe mich innerlich etwas darüber erschrocken auf was für einen Trip ich mich da eigentlich eingelassen habe. Alles nur wegen einer einzigen Zeichnung die noch nicht einmal fertig war und ich war mir dazu noch nicht einmal sicher, ob die Dame dort am Donnerstag überhaupt erscheinen wird?! Aber im gleichen Moment erinnerte ich mich wieder an die Worte meines Herrn aus Matthäus 6, 25-26:

Darum sage Ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in ihre Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

Ja, wir sind mehr wert als sie! Hier geht es zwar um Kleidung und Nahrung, aber das ist nicht alles, denn Gott sorgt auch u.a. dafür, dass Menschen anhalten und einen mitnehmen. Denn in Philipper 4, 6  steht:

Sorgt euch um NICHTS; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.

Diese Worte waren meine einzigste Stütze beim Trampen. Die Hoffnung allein auf Gott setzen, das ist die Hauptsache. Und sogleich waren dann auch die Zweifel wieder weg. Ich dachte mir nämlich, dass, wenn Gott mich schon so weit bis hierher gebracht hat, dann wird Er mich auch weiterhin bis zum Ende durchtragen. Und das geschah auch so wie du gleich weiter lesen kannst.

Mein kindlicher Glaube an Seine Worte hatte sich durch Sein (immer wieder überraschendes) Eingreifen bestätigt und ich möchte hiermit jedem deutlich machen, dass, wenn man sein Vertrauen ganz auf die Worte Jesu Christi legt, und somit auf Gottes wunderbare Zusagen, man nie von Ihm enttäuscht wird! Er hält sich an das, was Er zusagt, egal was es ist!

Manche würden aber vielleicht doch sagen: „Was? Der spinnt doch! Mit 5 Euro nach Rom? Quatsch, das geht doch nicht! Damit versucht er doch Gott und das ist doch Sünde! Um so etwas zu unternehmen muss man doch sein Verstand und seine Vernunft einschalten, denn wozu sonst hat sie uns Gott gegeben?! Ein Auto und genug Geld muss man haben und dazu auch gründlich abgesichert sein und gegen alles mögliche geimpft, denn es kann einem ja jederzeit etwas passieren. Und wenn was passiert, was dann bitteschön?! ... bla bla bla.“

Und schon hast du mit diesem Kleinglauben den kindlichen Glauben, zu dem Jesus Christus seine Nachfolger aufruft, erstickt und man braucht sich dann auch nicht wundern, warum es im eigenen Christenleben so trocken und oft langweilig ist. Lass sie doch endlich los, deine Sorgen. Lass sie los! Weißt du eigentlich, dass die Regierungen und die Krankenkassen uns bewusst Angst, Hilflosigkeit und Unsicherheit durch die kontrollierten Medien einsuggerieren, damit wir ja auf jeden Fall möglichst alle ihre sogenannten "Versicherungen" abgeschlossen haben sollten?!

Dadurch aber ersticken sie den kindlichen, einfachen Glauben in uns Menschen, egal ob Christ oder nicht! Sehr viele klammern sich krampfhaft an alle möglichen und teilweise absurden Versicherungen und Absicherungen und übersehen dabei die wichtigste:

Die Lebensversicherung bei Gott durch Jesu Christi Blut. Und sie ist sogar noch kostenlos dazu! Denk mal bitte darüber nach. Lies doch, was Paulus alles durchgemacht hatte, ohne irdisch "versichert" gewesen zu sein:

... Ich habe weit mehr Mühsal, über die Maßen viele Schläge ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den Juden habe ich fünfmal 40 Schläge weniger einen empfangen (= 195 Schläge); dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom eigenen Volk, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße; zu alledem der tägliche Andrang zu mir, die Sorge für alle Gemeinden. (2. Kor. 11, 23b-28)

Unsere kleinen "Wewechen" hier im Westen sind doch echt ein Witz im Vergleich zu dem, was Paulus durchgemacht hatte. Und Gott hatte ihn trotzdem durch all diese (oft schmerzhaften) Situationen durchgetragen. Siehe auch die Lebensgeschichte von Richard Wurmbrand 1.

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1 Nachzulesen u.a. in seinem Buch "Gefoltert für Christus". Sehr empfehlenswert!

 

Richard hatte nicht einmal ein Fahrrad in seinem Leben gehabt und ist mächtig von Gott gebraucht worden, weil er allein auf Ihn vertraute. Er wurde ein Segen für Millionen Christen auf der Welt! Ok, manche würden jetzt einwenden: Ja, aber die Zeiten haben sich jetzt geändert! Ja, das stimmt, aber dann bitte schneide auch alle Worte Jesu Christi aus der Bibel raus, denn sie sind schon fast 2000 Jahre alt. Man sagt doch so schnell: „Gott ist immer der selbe. Gestern, heute und in alle Ewigkeit!“ Ja, wenn Er doch der selbe zu Paulus Zeiten war, warum dann auch nicht heute? Sein Heilsplan ist mit uns Christen doch erst abgeschlossen, wenn sich der Letzte Heide bzw. Jude bekehrt hat und Er dann mit Seinen Engeln wiederkommen wird, bzw. das Ende aller Dinge in Kraft treten wird, oder?! Die Bibel wird doch somit auch unbewusst zum Märchen- bzw. Geschichtsbuch gemacht: Ja früher, in den alten "guten" Zeiten, da gab es Wunder und gewaltige Eingriffe Gottes und Bewahrungen im Leben der Menschen. Aber heute? Nein, wo denkst du denn hin!? So was kann es doch heute nicht mehr geben, denn ich habe es selber schließlich nicht erlebt und deshalb gibt es so was auch nicht mehr, meint vielleicht der eine oder andere in seiner egoistischen Kurzsichtigkeit.

Meinst du denn ernsthaft, dass der Heilige Geist, der bereits ausgegossen ist, Sein Wirken nach dem ersten Jahrhundert bereits beendet hat und die Worte Jesu Christi nur den Menschen zu Seiner Zeit bzw. zur Zeit der Apostel galten? Wenn man noch Heute den Heiligen Geist mit Seinen Gaben 2 durch eine geistliche Wiedergeburt empfangen kann, dann sollte man dem selben Geist doch auch vertrauen können, der in der Person Jesu Christi u.a. diese Worte aussprach: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! (Matth. 6, 25b)

Um aber Missverständnisse gleich zu vermeiden will ich noch folgendes anmerken: Ich rede hier nicht über die heutigen Heiligungs-Shows und Versammlungen der sog. "Charismaten" bzw. "Pfingstler" (mit u.a. dem nach-hinten-Fallen, dem unkontrollierten Lachen, [ungeordnetes durcheinander]beten "in Zungen" 3 usw.). Das ist teilweise dämonisch und abzulehnen! Biblisch gesehen aber sind alle "Charismaten" oder "Pfingstler", die den Heiligen Geist haben. Man hat halt die eigentliche Bedeutung dieser Wörter, die nichts weiter als eine weitere Bezeichnung für Christen sind 4, leider durch Irrlehren und dämonische Aktivitäten missbraucht, deshalb dieses negative Verständnis heute. Wenn der ehemalige Hexer und Druide John Todd 5 recht hatte (natürlich glaube ich das), dann wurde in den USA die Pfingst- und charismatische Bewegung, sowie die Jesus-People 6 (die heutigen "Jesus-Freaks") von den Jesuiten gegründet und finanziell gefördert (John meinte, dass es die Illuminaten seien. Höchstwahrscheinlich werden diese aber von den Jesuiten kontrolliert.), um die Christen von innen her u.a. durch den „Jesus-Rock“ zu zerstören und der weltweiten, antichristlichen Ökumene zugänglich zu machen. 7 Ich weiß, dass natürlich nicht jeder da mit drin steckt, denn es sind meistens nur führende Persönlichkeiten, die in Schlüsselpositionen stehen, um die es geht. Und ihre „Schäfchen“ merken einfach gar nicht, auf welche Weide sie geführt werden.

Ich möchte auch noch vom vorigen Thema zurückkommend mit einfügen, dass uns über die Jahre viele (teilweise absurde) Gesetze durch die Regierungen aufgezwungen und durch die Medien einsuggeriert werden, die uns bewusst dumm, unerfahren und nicht selbstsicher aussehen lassen wollen. Also z.B. Fahrradhelme als Pflicht (diejenigen aber natürlich, die schlechte Fahrer sind, sollten schon ein Helm tragen); immer nur an der Ampel die Straße überqueren, da man sonst überfahren werden könnte, wenn man sie ohne überquert; das Essen immer waschen bevor man es isst, weil man sonst irgendeine Krankheit einfangen könnte; immer erst sich die Gebrauchsanweisung durchlesen, auch wenn es an dem Apparat nur drei Funktionen gibt; man darf hier nur 50 km/h höchstens fahren, obwohl gut überlegt auch 80 km/h möglich sind, ohne auch irgendeinen zu gefährden usw..

Das wird gemacht, damit wir den Eindruck bekommen, dass wir die Abhängigkeit vom "großen Bruder" unbedingt brauchen, weil wir sonst anscheinend im Leben nicht selber klarkommen werden usw.. Und nebenbei gesagt wollen die Versicherungen das Geld, welches du monatlich auf ihre Konten überweist, natürlich auch behalten und deshalb wollen sie dich so gut wie möglich mit Schutzmaßnahmen und allen möglichen Regeln (z.B. im Verkehr oder im Haushalt) "absichern", damit sie am Ende nichts oder kaum was zu zahlen brauchen, falls dir doch was zustoßen sollte. Hier geht es in Wahrheit nicht um deine Sicherheit sondern um dein Geld! Um zu prüfen ob ich recht habe, schlage einfach mal die BILD auf und ließ über die täglichen Skandale und die freche Heuchelei der Richter, Politiker und sonstigen Beamten, die mehr Gesetze übertreten als alle Straßenpenner und Kleinkriminelle in Deutschland zusammengenommen!

Und auch die ganze Impfkampagne ist ein Witz. Was wir brauchen sind nicht Spritzen oder Tabletten, sondern eine gesunde Ernährung! Wusstest du, dass u.a. die Samen der Früchte sehr wichtig für deinen Körper sind?! Sie schützen z.B. vor Krebs und stärken das Immunsystem (z.B. Vitamin B17). Unser Schöpfer hat sie für uns nicht umsonst erschaffen.

Und zuletzt geht es hier um Macht und die totale Kontrolle über die Masse der Menschen, dass sie am Ende wie Roboter handeln und einem blindlings folgen sollen, ohne was auch immer hinterfragen zu dürfen! Alles geht auf die satanische Eine-Welt-Regierung hinaus, wie es die Bibel prophezeit, sodass am Ende keiner mehr kaufen oder verkaufen kann, es sei denn, dass er das Malzeichen (den Chip) auf seiner rechten Hand oder Stirn hat. 8 Die Menschen werden schon seit Jahren (hauptsächlich durch das Kino) darauf vorbereitet. 9 Der Kampf gegen den heutigen, aus den eigenen Reihen heraus inszenierten Terrorismus ist nur ein Mittel zum Zweck, der weltweit durch den 11. September entfacht wurde und jetzt schon hauptsächlich auf die wahren Nachfolger Jesu Christi angewendet wird, um sie besser ausschalten zu können! Denn da jetzt jeder von uns ein Terrorist (bzw. „religiöser Fundamentalist“) sein könnte, muss man halt überall Kameras aufstellen, jeden Anruf abhören und jede E-Mail ablesen können usw.. Und somit haben die Weltherrscher ihr Ziel (wie bereits oben erwähnt) erreicht: Die totale Kontrolle der Menschheit! Zurück nach Babylon will man wieder. Und sollten jetzt Gesetze rauskommen, die das Predigen usw. auf jegliche Art und Weise verbieten, dann werden viele im Untergrund weitermachen, was aber dann nicht mehr viel bringen wird, weil bereits alles und jeder kontrolliert wird. Wundert euch nicht, wenn dann (heimlich) Christen verschwinden oder in Gefängnisse gesteckt bzw. öffentlich durch den Dreck gezogen werden. In den USA und Kanada z.B. gibt es schon längst zig Konzentrationslager (!), fertiggestellt für Christen, politische Gegner, Randgruppen usw.. Nutz deshalb deine kostbare Zeit, mein Freund, solange du noch kannst! Die weltweite, anscheinend von Gott gewirkte Erweckung wird es nicht geben, sondern Gericht!

Fällt dir denn auch nicht auf, dass heute immer weniger Menschen sich trauen, Eigeninitiative zu starten, den ersten Schritt zu wagen, ohne zuerst einen oder mehrere danach fragen zu müssen? Man betretet dann erst einen Pfad, wenn man dort Spuren findet. Oder man holt sich zuerst eine Genehmigung, bevor man Tiere zum Essen jagen geht, die doch von Gott jedem Menschen geschenkt sind und keiner (auch nicht die Politiker) das Recht hat, sie für sich in Anspruch zu nehmen, nur weil sie in den Wäldern „ihres“ Landes rumlaufen oder in „ihrem“ Wasser rumschwimmen. Oder man muss erst den Pastor oder den Bruderrat gefragt haben, bevor man was starten will, obwohl doch Gott (z.B. durch die Bibel) schon längst grünes Licht gegen hat usw.. Man hat Angst, weil man in der Lüge und somit im Zweifel lebt.

Lieber Leser, lass dich nicht gefangen nehmen und für dumm und von Menschen abhängig abstempeln, denn dadurch wird nur dein Horizont mehr und mehr schrumpfen und du wirst langsam zur Puppe der Macher dieser Weltszene (oder auch der falschen Propheten und Wölfe im Schafspelz), die dich aber am Ende für ihre bösen Zwecke wieder einmal nur missbrauchen werden. Wir sollen Gott mehr gehorchen als den Menschen sagt die Bibel, egal, ob die von Menschen selbsterstellten und meistens negativen Gebote bzw. Gesetze damit einverstanden sind oder nicht.

Jesus Christus akzeptierte, dass ich mit so wenig Geld lostrampte. Er versteht mein Handeln und meine Situation und damit verbunden meinen Glauben. Ich hatte ein reines Gewissen, als ich die Reise antrat. Außerdem habe ich gebetet und Ihn gefragt, ob es in Ordnung sei und wenn nicht, dann soll Er es verhindern. Er tat es aber nicht und das war auch keine Missionsreise, die ich da antrat. Er sieht den Eifer in meinem Herzen. In unserem vom Materialismus geprägten Deutschland und „im Westen“ allgemein wird man schnell dazu verleitet, seinen Kleinglauben mit der Aussage einer Versuchung zu entschuldigen. Das geschieht schon längst unbewusst. Das kommt aber daher, dass man u.a. noch irdisch gesinnt ist und den Worten Jesu Christi nicht völliges Vertrauen schenken kann oder will, weil es mit materiellen Verlusten zusammenhängen könnte. Man muss neu den Unterschied zwischen kindlichem Glauben und einer Versuchung Gottes unterscheiden lernen. Viele sind auf Grund des Materialismus leider auch nicht bereit, Penner oder Junkies oder weiß der Kuckuck wen aufzunehmen, weil sie die ach so teuren Möbel und den Teppich dreckig oder kaputt machen könnten oder die chinesische Vase von deiner Schwiegermama stehlen könnten oder was auch immer. Warum sich dann teure Sachen kaufen, wenn wir dadurch nur „geistliche Mauern“ vor unseren Mitmenschen aufbauen? Und wenn auch was gestohlen werden sollte steht dazu folgendes in der Bibel: Denn ihr hattet Mitleid mit mir (Paulus) in meinen Ketten bewiesen und den Raub eurer Güter mit Freuden hingenommen, weil ihr in euch selbst gewiss seid, dass ihr ein besseres und bleibendes Gut in den Himmeln besitzt. (Hebräer 10, 34) 

Ich bin überhaupt nicht etwas besonderes, dass ich dieses aus dem Glauben heraus erleben durfte. Wirklich nicht! Für Paulus war so ein Erlebnis etwas „nebenbei“. Er war bestimmt täglich mit solchen Erfahrungen konfrontiert. Und er war vom Denken her ein normaler Mensch wie wir. Kein Supermann. Deshalb ist dieser Bericht ein Bericht zur Ehre unseres Gottes, wie groß und allmächtig ER ist und wie abhängig wir doch von Ihm sind! Und es ist gut und heilsam, von Gott abhängig zu sein, denn Er wird uns an das sichere Ufer bringen, egal wie das Wetter draußen ist! So unerforschlich, gewaltig, gerecht und treu. Jeder, egal wie alt er ist, kann so was und noch mehr erleben und das wünsche ich auch jedem! Damit meine ich nicht, dass jetzt jeder nach Sibirien oder Afrika trampen soll oder so. Dieser Trip war nur ein in die Tat umgesetzter Glaube, der an ein paar Verse gekoppelt wurde. Jeder in seiner besonderen Art und Weise soll Gott mit seiner, vom Heiligen Geist gegeben Gabe, dienen, das ist klar. Es geht hier aber allerdings darum, doch endlich mal über den Rand (der internen und festgefahrenen Gemeindeaktivitäten) seines Tellers zu schauen, aus dem man seine „Sonntagsbrühe“ schlürft und sich damit zufrieden gibt. Ja, draußen in der Welt ist es kalt und zu gefährlich, ich bleibe lieber daheim und kuschele mit meinen Geschwistern weiter. ...

Herrscht dieses Bild in unseren Versammlungen, „Tempeln“ und eingetragenen Vereinen (die man „Gemeinde“ nennt), die doch oft mit einem Zaun von Menschengeboten umgeben sind und von Hirten geführt werden, die ihren Auftrag missbrauchen, oder nicht?

Natürlich bringt jedes Abenteuer oder eine Mission auch seine Gefahren mit sich und wie du hier noch fortfolgend lesen kannst, war ich denen auch ausgesetzt, aber das ist normal (dir kann doch irgendetwas jeden Tag und überall zustoßen!). Darüber wird in der Bibel einiges berichtet. Es ist auch nicht vergeblich, z.B. für Jesus Christus zu leiden (es sind Angriffe). Wir werden dafür eines Tages noch belohnt werden! Auch Paulus war Gefahren fast täglich ausgesetzt, wie bereits erwähnt, aber das war kein allzu großes Hindernis für ihn. Es sind nämlich u.a. auch Prüfungen und eine geistliche Schule fürs Leben, durch die wir durchgehen werden, wenn wir bewährt und gehorsam sein wollen vor Gott! Hiob ist das beste Beispiel der Treue und des Gehorsams zu Gott. Denn Gott kann mit denen, die ein geteiltes Herz haben und zurückblicken, nachdem sie ihre Hände an den Pflug gelegt haben, gar nichts anfangen. Sie sind es nicht wert, das ewige Leben zu ererben, für das uns Jesus Christus teuer erkauft hat. Ok, zurück nach Italien.

Ungefähr eine Stunde später nahm mich dann der erste Trucker mit und fuhr mich ca. 5 Stunden weiter bis zu einem kleinen, unbeleuchteten Parkplatz, auf dem er vorhatte, seinen nötigen Schlaf zu verrichten. Interessanterweise machte er mir deutlich, dass ich bleiben und bei ihm im Truck schlafen solle. Aber erstens wollte ich es nicht, weil er eventuell was negatives mit mir beim Schlaf anstellen könnte und zweitens wollte ich so schnell wie möglich in Rom sein.

Denn einigermaßen gut habe ich im Truck geschlafen und war somit nicht mehr allzu müde. Ich nahm meine Sachen, stieg aus und schaute mich nach anderen Truckern um. Es war bereits 21.40 Uhr abends und ziemlich kalt.

Dann sah ich nach kurzer Zeit, wie ein Trucker anfing, langsam loszufahren (wahrscheinlich war er vor kurzem aufgewacht) und ich habe ihn angehalten und versucht zu erklären, ob er mich bis zum nächsten großen Rastplatz bringen kann, der beleuchtet ist. Nach einem kurzen hin und her verstand er was ich wollte, willigte ein und setzte mich ca. 8 Min. später auf einem Rastplatz mit Beleuchtung und einer Tanke ab. Ich war jetzt nur noch ca. 40 km von Rom entfernt. Und wieder musste ich ca. ne Stunde warten, bis ein Italiener mich mitnahm und mich nach Rom hinein brachte. Endlich war ich da! Endlich geschafft. Es war um die 23.50 Uhr. Ich war erleichtert. Der Trip nach Rom dauerte insgesamt ungefähr 80 Stunden. Das war mir aber voll egal, denn Hauptsache, ich war früh genug angekommen. Er setzte mich an der Schnellstraße, welche Rom umgibt, ab und ich nahm dann kurze Zeit später einen Bus und fuhr direkt zum Vatikan. Da stand ich nun, fast ganz alleine mit dem schweren Koffer auf dem Petersplatz vor dem Obelisk, einem Freimaurersymbol. 10

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2 Er gibt sie allerdings wem und wie viel Er will und es für Nötig hält.

3 Siehe 1. Korinther 14, 27-28

4 Die ersten Christen wurden z.B. als "Anhänger des Weges" auch bezeichnet (siehe Apg. 9, 2).

5 Er wird von sehr vielen als ein Betrüger abgestempelt und zufälligerweise hauptsächlich gerade nur von denen, die er entlarvt hatte. Z.B. "Christianity Today" usw..

6 Laut John Todd war Chuck Smith einer der Vertreter (und Verräter), der Geld mit vollem Wissen von Ihnen bekommen hatte um ihre Sache voranzubringen.

7 Die Evangelische Allianz, eine Freimaurergründung, spielt auch eine führende Rolle beim Bau der Ökumene mit! Mit ihr geht es zurück nach Rom und die Führer der EA werden kein schlechtes Gewissen dabei haben, dir frech ins Gesicht zu lügen, dass sie nichts mit dem Freimaurertum zu tun haben (was ich schon mal erlebt habe), bzw. selber welche sind.

8 Siehe Offenbarung 13, 16-18

9 Siehe z.B. "Mission Impossible III" oder der James Bond Film "Casino Royal".

10 Er verkörpert u.a. das männlich Glied! Das selbe gilt auch für die in Deutschland stehenden kleinen, dünnen hohen Türme (einige haben Glocken darin), die neben einer Evang. oder Katholischen Kirche (das Gebäude ist das Symbol für das weibl. Glied) oft zu finden sind und an sich keinen besonderen Sinn aufweisen. Das ist aber bewusste Freimaurerarchitektur und die „Schäfchen“ merken nicht, dass Ihr Architekt (und in vielen Fällen auch ihr Pastor) ein Freimaurer ist oder unbewusst diese Architektur verwendet.

Mittwoch

 

Ich dachte zuerst, beim Papst zu übernachten, aber die ließen mich nicht rein, wobei die Bibel uns doch zur Gastfreundschaft auffordert: Seid gegeneinander gastfreundlich ohne Murren! (1. Petrus 4, 9)

Ich sah auch noch einige Obdachlose vor dem Petersplatz auf dem kalten Boden liegen und später überall verstreut in der Stadt. Die Katholische Kirche besitzt sehr viele Milliarden und kann ihnen anscheinend nicht helfen? Ich habe traurigerweise festgestellt, wie schlim manipuliert doch die Katholiken in Rom und in der Welt sind, dass sie nicht diese elende Heuchelei ihrer "heiligen" Kirche erkennen können! Ich würde so was als einen "Shotgun-Effekt" bezeichnen. Dazu ein extremes Beispiel:

Ein sehr gut angezogener und nach außen hin freundlicher und liebevoller Mann stellt sich beim Vorbeigehen plötzlich vor ein Großmütterchen, die auf einer Bank sitzt und ihm freundlich zulächelt, hin, lächelt zurück, begrüßt sie und öffnet plötzlich seine Hose und uriniert auf ihren Mantel, fängt dann an sie auszulachen und läuft davon.

Die erste Reaktion natürlich ist Schock. Diese Handlung geht über ihren Verstand hinaus. So was hätte sie niemals erwartet. Ihr fällt es sehr schwer an das zu glauben, was gerade geschehen ist, weil es einfach "zu viel" war. Sie findet nicht annähernd Worte dafür, denn sie hatte ein ganz anderes Bild von ihm vermittelt bekommen. Sie resigniert innerlich, "dreht durch" und bricht zusammen. Sie ist nicht mehr ansprechbar, sie kann diese schreckliche Situation nicht fassen bzw. verarbeiten. Wahrscheinlich fängt sie später dann auch noch an, sich selber anzulügen und sich einzubilden, dass es nie stattgefunden hatte usw.. 11

Und lieber Leser, genau mit solchen nahezu "unglaublichen" und dämonischen Tricks arbeiten die heutigen Propagandaminister weltweit. Sie haben schließlich über die Jahrzehnte hindurch den Menschen und sein Verhalten in ihren Labors ausreichend dafür studiert.

Fast allen Katholiken ist das anscheinend total egal geworden, dass ihre eigene Kirche diesen armen Menschen, die vor ihren Füßen liegen, nicht hilft, weil ihnen andauernd ein fröhlicher, gerechter, heiliger und liebevoller Papst (mit seiner Jesuiten-Truppe) ein-suggeriert wird. All dieser übertriebene "herrliche" Reichtum und Prunk verblendet ihre Augen. Sie wollen es auch gar nicht wahrhaben, dass ihre eigene Kirche durch die Jahrhunderte hindurch bis heute Millionen von wehrlosen und unschuldigen Menschen umgebracht hat (besonders die Christen) und Kinder bzw. Jugendliche heute immer noch von vielen Priestern in den Kellern ihrer Kirchen und privaten Schulen oder sonst wo vergewaltigt werden. Ich kenne persönlich einige, die von Priestern vergewaltigt bzw. zu sexuellen Handlungen genötigt wurden. Es ist alles tausendfach bestätigt und bewiesen und trotzdem ignoriert man es. Und warum dieses Schweigen? Kannst du dir diese Frage für dich selber beantworten? Ich hoffe, du verstehst, was ich sage. Wer aber in Rom schon mal war, wird mich sicher gut verstehen können, falls er seine Augen für so was offen hält.

So fing ich dann an, durch Rom zu spazieren. Ich dachte, erst mal das Kolosseum zu besuchen, weil da ein Teil der Party am Donnerstag stattfinden sollte. Ich wusste halt noch nicht, dass die eigentliche, von Xzibit "gehostete" Show anderswo, weiter weg, laufen sollte. Auf dem Weg dahin lernte ich einen jungen Mann kennen.

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11 Die selbe Reaktion haben auch die meisten Amis und Europäer, die nicht glauben wollen, dass dieser nette Mann z.B. ein George W. Bush (und seine Jesuiten-Freunde) sein könnte, der ihnen auf ihren Mantel gepinkelt hat (durch den 11. September), weil ihnen (durch tägliche Propaganda in den Medien) ein anderes Image von ihm vermittelt wurde/wird. Deshalb können und wollen viele auch nicht glauben, dass z.B. viele weltweit ranghohe Politiker u.a. in der Kinderpornografie verwickelt sind, weil sie ja öffentlich brav ihre Händchen zum Gebet falten und sogar noch fromme Worte reden, aber hinter der Bühne Satan anbeten oder Blut trinken oder Kinder opfern usw.. Das ist kaum zu glauben, wenn man in der Matrix lebt! Wach auf mein Freund, denn Luzifer macht seit Jesu Christi Auferstehung kein Urlaub auf Hawaii, weil ihm anscheinend die Macht genommen wurde, sondern versucht weiterhin mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, wie ein brüllender Löwe, zu verführen und zu zerstören wen er kann!

Ich weiß jetzt nicht mehr wie es dazu kam, aber er war der Erste in Rom, den mir Gott zur Seite stellte. Wir fuhren u.a. zusammen mit dem Bus durch Rom und er zeigte mir verschiedene Sehenswürdigkeiten. Er wollte mir einen Kaffee ausgeben und so gingen wir zu einem Café, das er kannte. Und dort gab es später fast eine Schlägerei wegen mir. Wir saßen zusammen an einem kleinen Tisch drinnen am Fenster und nebenan saßen ein paar Schwarze mit einer Italienerin, soweit ich noch weiß. Ich zeigte meinem neuen Kollegen meine Zeichnungen usw. und wir unterhielten uns.

Zwischendurch konnte ich beobachten, wie einer der Schwarzen der Frau eine Backpfeife gab, warum auch immer. Er sah ziemlich angetrunken aus. Das gefiel mir überhaupt nicht und als wir kurze Zeit später wieder aufstanden und rausgehen wollten, blieb ich vor ihm kurz stehen und sagte auf englisch, dass man keine Frauen schlägt. Doch zu meiner Überraschung stand er plötzlich langsam auf und packte mich an den Kragen. Ich weiß nicht mehr, was er sagte. Ich warnte ihn, das sein zu lassen. Eine kleine Unruhe entstand natürlich und die anderen Schwarzen wollten dazwischengreifen und ihren Kollegen beruhigen. Nach kurzer Zeit griff ein Freund von meinem Kollegen, der da auch mit seinen Kollegen saß, ein und riss seine Hand von meinem Kragen weg und fing an, ihn anzumachen. Dann kamen seine Kollegen dazwischen und wollten ihn beruhigen und zurückhalten und die Schwarzen ihren, denn die beiden wollten sich schon fast schlagen. Mein Kollege meinte, dass wir sofort hier verschwinden sollten und sobald wir draußen waren betete und hoffte ich noch, dass da kein Kampf entstehen solle.

Wir gingen weiter durch die Stadt und fuhren mit dem Bus herum. Er zeigte mir auch eine Einrichtung der Carritas in der Nähe vom Hauptbahnhof, wo man umsonst warmes Essen und was zu trinken bekommen kann. Und nebenan gab es sogar kostenlose Übernachtungen für Obdachlose usw.. Allerdings müssten davon mindestens 1.000 existieren, um alle von der Straße zu holen. Die Kirche besitzt genug Geld, um min. 25.000 solcher Einrichtungen bauen zu können! Und das ist überhaupt nicht übertrieben. Aber die Führer dieser Kirche haben andere Pläne, weil sie dem Teufel dienen, dem Menschenmörder von Anfang an. Wir Christen dürfen nicht mit den Katholiken theologisch und brüderlich zusammenarbeiten, sondern sollen für sie beten und sie aufklären, dass sie aus der Macht und dem Betrug des Teufels befreit werden und die Wahrheit erkennen und aus ihrer Kirche austreten! Der folgende Vers macht das deutlich, warum es wichtig ist, sich von Sekten aller Art zu trennen: Die Führer dieses Volkes (bzw. dieser Kirche) sind Verführer geworden, und die von ihnen Geführten sind verloren.(Jesaja 9, 15)

Später gingen wir zu einem kleinen Trödelmarkt. Daneben war eine kleine Einrichtung für Obdachlose, wo man sich umsonst duschen konnte und man bekam auch etwas Warmes zum trinken mit einer Süßigkeit dazu (an diesem Tag gab es Bounty). Ich dachte schon, meinen Pelzmantel dort zu verkaufen, denn etwas Geld könnte ich immer gut gebrauchen. Aber dazu war ich zu müde und zu faul. Ich wartete, bis sie aufmachten (es war entweder 9.00 Uhr oder 10.00 Uhr morgens) und nahm mir dann eine warme Dusche. Der Kollege hatte sich davor bereits schon verabschiedet und wir vereinbarten, uns Nachmittags wieder zu treffen. Ich ging dann wieder durch Rom spazieren und schaute mir nebenbei verschiedene Sehenswürdigkeiten an. Währenddessen überlegte ich immer wieder, wo ich als nächstes die Nacht verbringen und meinen schweren Koffer abstellen könnte, denn zu den Awards wollte ich ihn auf keinen Fall mitschleppen.

Nachmittags wartete ich dann auf den Kollegen an einer von uns ausgemachten Stelle. Ich ging dann noch kurz, weil ich noch Zeit hatte, zu einer Kirche hoch, um sie mir mal von Innen her anzuschauen. Einfach aus Neugierde. Vor dem Eingang saß ein Obdachloser, den ich nicht so sehr beachtet hatte, den von denen gibt es da genug, wie bereits erwähnt. Als ich wieder rausging, streckte er plötzlich seine Hand zu mir aus. Ich ging an ihm vorbei und sagte so ungefähr: Sorry, ich bin auch arm und habe nur noch ein paar Cent mit mir dabei und ich brauche sie! Aber dann blieb ich stehen und dachte wieder an Jesu Christi Worte in Matthäus 6, 25-26, ging zu ihm zurück und gab ihm alles was ich hatte. Es waren nur ca. 50 - 70 Cent. Nicht viel. Trotz dem ich glaubte, dass Gott mich schon irgendwie durchtragen würde, hätte ich nie gedacht, dass Er es auf so eine wunderbare Art und Weise tun würde, wie du fortfolgend lesen kannst! Meine Vorstellung vom Eingreifen Gottes war in dieser Zeit noch beschämend klein, auch wenn ich schon vieles in meiner Nachfolge erleben durfte. Es gibt eine Stelle in dem Neuen Bund, wo es um dieses sogenannte "loslassen" in Vertrauen auf Gott geht:

Und Jesus setzte sich dem Opferkasten gegenüber und schaute zu, wie die Leute Geld in den Opferkasten 12 legten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein, das ist ein Groschen 13. Da rief Er seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle, die eingelegt haben. Denn alle haben von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt. (Markus 12, 41-44)

Der Bekannte kam nicht und ich ging dann zu dieser Einrichtung der Carritas und stellte mich zu ein paar anderen vor dem Eingang dazu. Sie hatten noch nicht offen und so stand ich da und wartete. Nebenbei unterhielt ich mich (weiß nicht mehr auf welcher Sprache) mit zwei Männern und erzählte ihnen, warum ich hier sei und woher ich komme. Ich glaube sie konnten etwas Russisch. Wahrscheinlich waren es Rumänen oder so.

Etwas später bemerkte ich aber, dass sie scharf auf meinen Koffer waren, denn sie tuschelten und schauten öfter auf ihn herab. Ich sah reich aus und das war verlockend für sie. Vielleicht dachten sie, ich hätte Drogen, teure Klamotten, Schmuck oder eine Flasche Vodka da drin oder so. Keine Ahnung. Auf jeden Fall begann ich, nervös zu werden und überlegte mir schon, wie ich die loswerden könnte. Einfach weggehen wäre zu gefährlich, denn dann würden sie mich verfolgen und das wäre noch gefährlicher. Ich blieb da nun in der kleinen Menge stehen und wartet, bis sie uns hereinlassen würden. Nebenan stand aber noch ein anderer, der Emilio, der zweite, den mir Gott zur Seite stellte. Uns wurde nun aufgemacht und nach und nach ließ man die Leute rein, denn alle auf einmal wäre zu viel. Der eine der beiden ging auch rein. Der zweite blieb aber interessanterweise draußen. Wahrscheinlich um Wache zu stehen. Ich wurde immer nervöser.

Ich trug mich da ein und bekam das Essen. Dann ging ich nebenan zum Speisesaal und überlegte, zu wem ich mich setzen könnte. Heute weiß ich, dass es der Heilige Geist war, der mir den Gedanken gab, sich zu Emilio zu setzen. Er war schick angezogen und freundlich. Ich fing an mich mit ihm zu unterhalten und zu meiner Überraschung stellte es sich heraus, dass er deutsch kann, weil er in Deutschland ungefähr 7 Jahre lebte und so führten wir dann unser Gespräch auf deutsch weiter fort. Nebenbei überlegte ich, wie ich von dort unauffällig verschwinden könnte. Ich dachte schon, bei dem Leiter dieser Einrichtung nach dem Hinterausgang zu fragen usw..

Emilio erzählte mir, dass er 4 Jahre im Knast saß und seit Januar 2004 wieder draußen sei und deshalb oft hierher kommt, weil es schwer für ihn ist, als ehemaliger Knastologe einen Job zu finden. Denn die meisten Arbeitgeber haben kein Vertrauen zu einem, weil sie Angst haben, er könnte wieder einen umbringen oder stehlen usw.. Er war im Knast, weil er einen Menschen erschossen hatte. Einen Albaner. Denn er und ein anderer hatten seine Ehefrau vergewaltigt und Emilio hatte sich gerächt und es geschafft, einen von ihnen zu erschießen. Der andere konnte fliehen. Seine Ehefrau ist allerdings später durch einen tragischen Autounfall ums Leben gekommen.

Ich erzählte ihm was los sei und er erklärte sich sofort bereit mir zu helfen. Ich solle ihm einfach nachfolgen und es würde mir nichts passieren meinte er. Wir aßen zu ende und gingen dann los. Ich war voll aufgeregt! Er meinte aber, ich solle mir keine Sorgen machen, denn er sei ein Italiener und die Ausländer hätten Angst vor denen, den sie könnten Verbindungen zur Mafia haben und eventuell könnte er eine Waffe bei sich haben, meinte er so nebenbei. Innerlich betete ich natürlich. Wir wurden nicht verfolgt und gingen dann zu einem anderen Ort nicht weit entfernt. Es war eine kleine Einrichtung, die auch Obdachlose mit Nahrung versorgte. Der Leiter ist ein Freund von ihm. Vor dem Eingang gab es wieder gierige Blicke von allen Seiten, aber uns geschah nichts. Wir nahmen das Essen und gingen dann zum Hauptbahnhof. Das Nachtleben in Rom kann sehr gefährlich sein. Mir wurde erzählt, dass man einen alten Obdachlosen mit Benzin übergoss und anzündete, nur weil er seine selbstgebastelte Wohnung nicht verlassen oder hergeben wollte. Gott beschütze mich an diesem Abend, indem Er nicht nur Engel sondern auch einen Mörder zur Seite stellte. Ich war sehr froh und dankbar, dass alles gut verlaufen war. In Hebräer 1, 14 werden diese „Schutzengel“ erwähnt, die uns auf unseren Wegen begleiten: Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, welche das Heil 14 erben sollen?

Da saßen wir nun in einem Aufenthaltsraum mit einem Fernseher im Bahnhof. Emilio schaute sich da was an und ich zuerst auch, setzte mich aber später dann etwas weiter weg um das Handy aufladen und nachdenken zu können. Und sehr müde war ich auch. Es war bereits schon Abends und ich wusste immer noch nicht, wo ich übernachten könnte. Denn 1. bräuchte ich einen guten und langen Schlaf, um am Donnerstag fit sein zu können und 2. einen Abstellplatz für den schweren Koffer, der mich sonst nur stören würde. Aber Gott hatte schon alles zuvor geplant und vorbereitet. Das ist das wunderbare daran! Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Vergangenheit und Zukunft unsere Gegenwart (z.B. durch Gebet) beeinflusst, weil unser Schöpfer außerhalb Zeit und Raum ist.

Wir gingen später kurz aus dem Aufenthaltsraum raus und Emilio fing an mit einer Dame zu flirten, die er da kennen lernte und sie gingen dann später weg und wir trennten uns. Ich überlegte mir, was ich nun machen sollte und kam auf die Idee, zu irgendeinem Krankenhaus zu gehen, denn ich dachte, dass sie 24 Stunden offen sein müssten (wie ich es aus Deutschland her kenne). Wie schon erwähnt war es Abends sehr kalt in Rom und ich wäre froh, wenigstens auf einer Bank im Krankenhaus mich ausruhen zu können. Irgendwie wird es schon werden dachte ich mir. Ich ging dann zu den Bussen am Bahnhof und schaute nach, welcher von denen zum Krankenhaus fährt oder zumindest in die Richtung. Ich stieg in einen Bus ein und kurz darauf später auch ein junger Mann. Ich fragte ihn sicherheits-halber noch mal, ob dieser Bus in Richtung eines Krankenhauses fährt und er bestätigte es mir. So fingen wir an uns zu unterhalten und ich erzählte ihm meine Story und er fand sie interessant. Er heißt Gioseppe (unten rechts auf dem Bild) und war die dritte Person, die Gott mir zur Seite stellte, denn zu meiner großen Überraschung meinte er, ich könnte bei ihm in seiner WG übernachten. Man, war ich aber glücklich und dankbar das zu hören! So fuhren wir zu ihm und ich lernte seine WG kennen. Seinen Bruder (mit seiner anderswo lebenden Freundin) und noch ein Freund von ihnen. Wir aßen Abends Nudeln mit etwas Wein und ich bekam später sogar ein eigenes Zimmer mit Bett. Wow!

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12 D.h. dem im Tempel aufgestellten Schatzkasten für die Gaben zum Unterhalt des Tempels.

13 Gr. Lepta bzw. Kodrantes; sehr kleine Münzen.

14  Oder die Errettung.

Donnerstag

 

Der Donnerstag brach nun an. Sehr gut ausgeschlafen bereitete ich mich dann vor und fuhr mit Hausschuhen zurück in die Innenstadt. Den Koffer durfte ich natürlich zurücklassen. Ich nahm nur meine Sammelmappe mit. Warum ich entschied, mit Haus-schuhen loszufahren war, weil die bisher getragenen Schuhe nicht zu der zweiten Hose passten und für die zweite Hose entschied ich mich, weil sie nicht zum Pelzmantel passte, sondern zum Jacket. Und mit dem Pelzmantel würde ich natürlich sowieso nicht gehen, weil es tagsüber ziemlich heiß draußen war. Auf jeden Fall bereute ich es später, dass ich mit Hausschuhen loszog.

Beim Kolosseum angekommen fragte ich nach, wann die "Stars" da auftreten würden usw., aber einer meinte, dass dies hier die kleine Bühne sei und für alle kostenlos wäre (wie bereits erwähnt) und die eigentliche, große Show ganz anderswo stattfinden würde.

Erschreckt ging ich dann sofort zum Hauptbahnhof zurück und erkundigte mich wo sie sei. Um dahin gelangen zu können musste ich die U-Bahn nehmen (oder es war eine lokale Stadtbahn - das weiß ich nicht mehr). Das würde mich 1 Euro kosten und soviel hatte ich nicht. Ich lief nun auf dem Bahnhof rum und fand eine Amerikanerin, bei der ich einen Euro schnorrte und gab ihr dafür als ein kleines Dankeschön eine Kopie von einer Zeichnung. Dann fuhr ich zu dem Award. Dort angekommen sah ich, dass die eine Sperre hatten, um wahrscheinlich Neugierige gleich am Anfang abzublocken. Es durfte nur der durch, der ein Ticket hatte. Was nun machen?

Ok, ich fing an auf ziemlich ernst zu tun und marschierte auf den Wachposten zu. Bei ihm angekommen streckte ich meine Visitenkarte (!) raus, hielt sie ihm vors Gesicht und meinte auf englisch, ich sei ein Künstler und müsste eine Zeichnung einer Person dort abgeben (was ja auch stimmt - die Befugnis dazu gab ich mir natürlich selber). Er nahm die Visitenkarte ab, schaute sie noch mal an, dann mich und ließ mich durch! Oh man, ich könnte echt laut lachen und schreien vor Freude!

Ich dachte, das war’s schon und es sei nur die einzigste Ticketkontrolle gewesen, aber da irrte ich mich. Bei der zweiten blieb ich natürlich stecken. Und so verbrachte ich nun einige Stunden bis wahrscheinlich Mitternacht dort die Zeit. Fast immer vor dem VIP-Eingang natürlich. Da waren auch einige, die versuchten, sich Tickets zu beschaffen bzw. sie loszuwerden. Ich wunder mich jetzt aber, wie sie am ersten Posten vorbeikamen. Es liefen dort Mitarbei-ter von MTV rum und ich fragte später einen, ob sie einen Deal machen könnten: Ich würde einen von ihnen zeichnen und dafür umsonst reinkommen. Ich zeigte ihm meine Zeichnungen als Beispiel und er meinte, er wolle mal schauen, was er tun könnte und holte am Ende des Gesprächs plötzlich einen 20ziger heraus und gab ihn mir. Einfach so! Er meinte, ich sollte mir später ein Taxi dafür nehmen, weil Mitternachts ja die Bahn nicht mehr fährt. Wahrscheinlich wollte er mich damit auch einfach nur loswerden, kann auch sein. Ich war echt überrascht und bedankte mich. Natürlich würde ich das Geld nie für’s Taxi ausgeben! Das wäre das Letzte, was ein Tramper tun würde. Er hatte sich später auch nicht mehr gemeldet, was ich mir schon fast dachte. Mich fragte da auch einer, ob ich Kokain zum Verkauf hätte. Wahrscheinlich wegen meinen Hausschuhen dachte er ich sei ein Dealer oder so.

Die Party war zuende und die Leute gingen dann alle langsam raus. Es standen dort auf dem Parkplatz auch schon die Busse bereit, die die VIP’s zurück in die Stadt bringen sollten, zu den verschiedenen Afterpartys von MTV. Einer, der aus der VIP-Zone rausging, gab mir einen Armring als Eintrittskarte für so eine Afterparty. Er hatte wohl anscheinend was anderes vor. So ging ich zu dem Bus, der die Leute zu dieser bestimmten Party bringen sollte und fuhr damit mit den anderen wieder zurück in die Innenstadt. Ich ging auch trotz der Hausschuhe in diesen Dance-Club mit rein und aß mich erst mal so richtig mit Pizza satt. Es war ja alles kostenlos dort. Und ich denke, dass es eine Ausnahme war, denn gewöhnlich gibt es keine Pizza in einem Dance-Club. Und satt-getrunken habe ich mich auch. Ich weiß nicht, wie lange ich da drin war. Irgendwann war mir das alles dann zuviel und ich schnappte mir noch ein paar Red-Bull’s und Pizza-Stückchen und ging raus. Die Pizzas und eine Red-Bull gab ich einem Penner und fuhr dann wieder zurück mit dem Bus zur WG. Wann ich da ankam weiß ich nicht mehr. Es war auf jeden Fall spät.

Freitag und Samstag

 

Nachdem ich ausgeschlafen war, bereitete ich mich dann wieder auf den Rückweg vor. Es war bereits Nachmittags. Ich bedankte und verabschiedete mich bei den Leuten und fuhr mit dem Bus zurück zu der langen Schnellstraße, die ganz Rom umgibt. Nebenbei kaufte ich mir noch was zu Essen und Trinken für die Rückreise und einen Italien-Aufkleber für den Koffer.

Ich möchte noch kurz die Szene mit dem Obdachlosen vor dem Eingang der Kirche aufgreifen: Ich gab ihm alles was ich hatte und bekam dafür später ein warmes Essen, ein warmes Bett und am Donnerstag die 20 Euro. So wunderbar versorgt uns Gott, wenn wir loslassen und auf Ihn allein vertrauen!

Ich stand nun an der Einfahrt einer Schnellstraße, die in Richtung A1 geht und betete zu Gott, dass ich doch bitte so schnell wie möglich mitgenommen werden sollte. Aber dann dachte ich mir: Ja hey, du bittest immer wieder, aber schon mal da dran gedacht, Gott für dies alles zu danken?! Und so fing ich an nur noch zu danken für alles, was Er an mir getan hatte und nicht lange danach, um ca. 15.57 Uhr hielt ein Italiener mit seinem Hund an und brachte mich ein Stückchen weiter. Dann, ca. 20 Minuten später, nahm mich der zweite mit und setzte mich an einem Rastplatz an der A24 ab. Es wurde auch schon langsam dunkel und ich war froh, das ich bis dahin gekommen war.

Die größte Überraschung aber sollte noch kommen. Ich lief da hin und her, fragte nach und bekam immer eine Absage. Ich fragte Gott, warum mich den keiner mitnehmen wollte, dachte aber dann, dass die richtige Person noch kommen müsste. Ich musste einfach warten, das wäre alles. Und so geschah es auch. Das habe ich schon oft erlebt und heute weiß ich, dass, wenn einer nicht anhält, er der Falsche für mich ist. Ganz einfach. Der Richtige ist noch irgendwo unterwegs oder schläft noch, ich muss nur warten. Und währenddessen kann ich beten und Gott danken.

Ich stand nun da, drehte mich um und sah plötzlich ein deutsches Nummernschild. Sofort ging ich zum Fahrer. Es waren 2 Chinesen (glaube ich zumindest). Ein Ehepaar. Ich fing an den Mann zuzutexten und schlussendlich willigte er ein und sie nahmen mich mit (um ca. 17.53 Uhr). Und weißt du wie lange und bis wohin? Ganze 13 Stunden und ungefähr 40 Minuten über Österreich bis zum Rastplatz Dekendorf nicht weit weg von Stuttgart! Das war bis jetzt das schönste Tramper-Erlebnis, das ich je hatte! Man sieht oft erst am Ende, wie wunderbar Gottes Wege doch sind, deshalb ist Vertrauen zu Ihm sehr wichtig, egal was gerade um einen herum passiert. Denn Stuttgart war nämlich mein nächstes Zielort gewesen, weil ich da Freunde besuchen wollte. Und um ca. 10 Uhr Samstag vormittags war ich auch schon mit Hilfe von (glaube ich) 3 PKW-Fahrern bei ihnen und blieb da ungefähr 2-3 Tage. Später trampte ich weiter nach Hause und kam auch wieder gut und sicher an.

Ich möchte auch hiermit im Namen aller Tramper dich bitten, lieber Leser, doch demnächst uns mitzunehmen, wenn du uns irgendwo am Straßenrand siehst, egal wie spät es ist! Du brauchst keine Angst zu haben, wenn du an Gottes Seite stehst. Ich weiß, dass es auch ab und zu gefährlich sein könnte, aber bist du bereit, diesen Vers auszuleben?: Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn. (Philipper 1, 21)

Die meisten, die mich mitnehmen, haben früher selber mal getrampt und wie oft war ich enttäuscht, wenn ich sah, dass es ein Christ war und er nicht anhielt. Manchmal war ich auf jeden so richtig wütend, der einfach so gleichgültig vorbeifuhr. Hatte ich etwa einen Gorilla an der Leine oder schwebte ein UFO über mir oder was? Heute ist das aber nur noch selten der Fall (wenn ich müde bin z.B.). Wenn du einen mitnimmst, dann hast du gleichzeitig eine gute Gelegenheit, zu missionieren oder einfach die Liebe Christi vorzuleben. Aber wenn jeder die Einstellung hat (was leider oft der Fall ist), dass der Fahrer hinter ihm ihn mitnehmen soll, dann wird er nie wegkommen! Nur weil irgendwann mal ein Tramper sich als ein Mörder entpuppt hatte oder was auch immer schlimmes passiert ist, heißt es noch lange nicht, dass jeder so drauf ist, der mit seinem Daumen nach oben an der Straße steht! Die meisten haben einfach nur zuviel in der BILD gelesen oder zuviel TV geglotzt.

Nachtrag

 

Theoretisch gesehen war die Reise eigentlich umsonst gewesen, denn Britney war auf diesem Award nicht anwesend. „Und wieso das ganze? Nur wegen einer einzigen Zeichnung?“ könntest du dich vielleicht jetzt fragen. Aber dennoch muss ich sagen, dass sich diese Reise mit all dem Aufwand und den Entbehrungen gelohnt hatte, denn dadurch wurde mein geistliches Horizont stark erweitert, wie bereits am Anfang erwähnt. Es ist doch auch genauso, als wenn du zu einem nicht weit entfernten Freund fährst und dabei ein gewaltiges Eingreifen Gottes erlebst. Es war schließlich keine Missionsreise, die ich da antrat. Ich wollte einfach nur von A nach B mit 5 Euro gelangen, denn mehr hatte ich nicht. Und was spielt das für eine besonders große Rolle, ob jetzt 10 oder 1.000 Kilometer zwischen A und B liegen? Ich kann schließlich innerhalb der 10 Kilometer mehr Gefahren ausgesetzt sein oder mehr mit Gott erlebt haben als innerhalb der 1.000 Kilometer! Verstehst du was ich meine?

Durch dieses Erlebnis kann ich jetzt aber anderen Menschen erzählen, wie wunderbar mich Gott da durchgetragen hatte und das ist ein starkes Zeugnis. Wäre ich zu Hause geblieben, könnte ich es nicht tun. Und viele sind schon durch diese Story erbaut worden, weil sie nicht etwas außergewöhnliches für Außergewöhnliche ist, sondern jeder kann sie jeden Tag neu erleben, wenn er seine Hoffnung allein auf Gott setzt!

Mir war es am Ende auch total egal, dass ich Britney nicht getroffen hatte. Vielleicht werde ich sie später irgendwann treffen. Gott wusste, dass sie nicht da sein würde und ließ mich trotzdem losziehen. Wieso hat Er mich denn nicht da dran gehindert? Und wieso ließ Er Abraham mit seinem Sohn zum Opferaltar losziehen, obwohl Er doch wusste, dass er Ihm am Ende treu bleiben würde? Diese Frage ist berechtigt, aber sie zeugt von einem kurzsichtigen Denken. Denn hier geht es nicht um irgend ein Spielchen, das Gott mit uns spielen will, sondern Er will uns dadurch lehren, zurüsten und prüfen. Und es ist am Ende auch immer ein Gewinn und kein Verlust! Wir sollen diese Erfahrungen für uns machen und aus ihnen auch lernen, darum geht es doch. Er will uns auch dadurch für größere Dinge vorbereiten, in denen Er uns dann später einsetzen kann. Gott will nur das Beste für uns, schon vergessen?

Obwohl doch Jesus Christus wusste, was in den Menschen vor sich ging, stellte Er ihnen trotzdem Fragen. Als die blutflüssige Frau Ihn anrührte und eine Kraft von Ihm ausging, fragte Er (vielleicht im ernsten Ton) trotzdem, wer Ihn angefasst hatte, obwohl Er doch genau wusste wer es war! Er hätte auch sagen können: „Ach du warst es Frau. Ja ok, gehe hin, dein Glaube hat dich gerettet.“ Oder so ähnlich. Er hätte aber auch gar nichts sagen brauchen, wozu denn auch. Nein, es hatte seinen Grund, denn folgende Reaktion gab es darauf: Aber die Frau kam mit Furcht und Zittern, weil sie wusste, was an ihr geschehen war, und warf sich vor Ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er tat es, weil sie vielleicht keine Ehrfurcht vor Ihm hatte und Ihn nur als ein Mittel zum Zweck ansah: Denn sie sagte sich: Wenn ich nur Sein Gewand anrühre, so werde ich geheilt! Durch dieses Ereignis aber hatte sie Ehrfurcht gelernt und gezeigt. Und Jesus Christus sagte dann anschließend auch zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich gerettet! Geh hin im Frieden und sei von deiner Plage gesund! (Nachzulesen in Markus 5, 25-34)

Es ist deshalb auch wichtig, dass wir unsere Anliegen vor Gott (am besten laut) ausbreiten sollen, dass wir Ihm auch die kleinsten Anliegen nicht verschweigen sollen, egal wie banal sie vielleicht klingen mögen. Ich habe mal erlebt, wie ein kleiner Junge betete, dass Gott doch seinen kleinen Fisch gesund machen möge. Solche Gebete sind nicht umsonst. Das ist kindlicher Glaube. Schließlich sind Gott auch Seine Geschöpfe nicht egal und Er wird sich gerne um den kleinen Fisch gekümmert haben.

Er weiß schon längst was wir beten werden. Ja, Er, aber hier geht es nicht um Ihn, sondern um uns! Unser Herz soll von all den Sorgen und Nöten, die wir zu Ihm bringen sollen, frei und leichter werden, verstehst du? Darum geht es! Abraham sollte diese Erfahrung machen, was es heißt, Gott zu vertrauen, auch bis zum Tod. Er konnte erst dannach seinem Kind Isaak und den weiteren Nachkommen erzählen und bestätigen, dass es sich lohnt, Gott bis zum Ende zu Vertrauen usw.. Ohne diese persönliche Erfahrung hätte er nie darüber reden können. Und nicht umsonst wird er auch der Vater des Glaubens genannt.

Auch wenn es mit Britney am Ende nicht geklappt hatte: Gelohnt hatte sich der Trip auf jeden Fall! Ich konnte und durfte was neues dazulernen. Das ist lebendiger Glaube, nichts anderes. Und noch was: Am Ende blieben mir wieder ca. 5 Euro übrig. :-)

Mit 5 Euro nach Rom
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