Hier ist ein wichtiger (und von mir zensierter) Beitrag von einem ehemaligen "Baader-Nachfolger":

Liebe Forumteilnehmer,

ich bin einigermaßen erschrocken und schockiert darüber, wie im Thread zum Sabbat/Sonntag von jemandem aus Leipzig die DaBhaR-Übersetzung und nicht nur sie, sondern auch weitere Bücher von Herrn Fritz Henning Baader massiv empfohlen und verteidigt werden. Für mich erklärt diese Verbindung übrigens auch manche der vorherigen Beiträge jener Person in anderen Threads.

Vor vielen Jahren (1992 bis 1993) stand ich in engem Kontakt mit dieser Gruppierung um Baader, besuchte eine "Wortgemeinschaft" in Vesperweiler und bin bei diesem Mann auch einmal in seiner Wohnung in Schöberg-Langenbrandt gewesen. An dieser Stelle meine eindringlichste Warnung vor ihm und vor allen, die seine Erkenntnisse als Wahrheit propagieren. Tatsächlich ist er (ich muß es leider so sagen und scheue mich im Grunde davor, es öffentlich zu tun) ein gnostischer Erzhäretiker.

Ich kann nur sagen: Wehret den Anfängen und prüft bei solchen, die in diesem Forum die DaBhaR-Übersetzung und andere Schriften von Baader propagieren, nach, was sie von seinen Häresien übernommen haben.

Hier der Text, den ich nach meiner Trennung von Baader schrieb, in aktualisierter Fassung:

Eine kurze Übersicht der Irrtümer von Herrn Fritz Henning Baader, verbunden mit einem persönlichen Zeugnis

Die sachliche Richtigkeit meiner Angaben versichere ich; Quellenangaben aus den Büchern und Kassetten Baaders kann ich zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr liefern (damals verschlang ich sie regelrecht, wie ein paar Freunde bestätigen könnten), allerdings steht es jedem, der sich dazu berufen weiß, frei, diese Werke zu beziehen und selbst nachzuprüfen. Allerdings rate ich ausdrücklich dazu, nicht freiwillig und ohne konkreten göttlichen Auftrag ein solches Schlammbad zu nehmen.

- Er vertritt neben der radikalsten Form der Allversöhnung (der Teufel und die Dämonen seien selbstverständlich mit in das Erlösungswerk von Golgatha einbezogen und würden nicht nur errettet, sondern auch in ihren früheren Zustand zurückversetzt und verherrlicht; wer seine Meinungen über die Wiederbringung aller Dinge nicht teile, habe überhaupt nichts von der Liebe Gottes verstanden und sei dämonisiert, sprich besessen; ein anderer führender Prediger aus dem Baader-Kreis nannte mich einen Sadisten, als ich mich zur Lehre von der ewigen Pein der Gottlosen bekannt hatte; daß Gläubige, welche die Allversöhnungstheorie ablehnen, wirklich Söhne Gottes seien, zieht dieser in starke Zweifel, denn man könne die Wiederbringung eigentlich auf so gut wie jedem Blatt der Bibel finden) noch mehr fundamentale Irrlehren:

- Die Gläubigen hätten alle vor Grundlegung der Welt (er sagt dazu "Herabwurf des Kosmos") schon einmal gelebt und seien dann zusammen mit dem Christus als das Lämmlein geschlachtet und somit von Ihm geteilt worden. Aus der Tatsache, daß das Jerusalem droben unsere Mutter genannt wird (Gal 4,26), meint er ersehen zu können, daß wir alle schon einmal dort gewesen seien, denn zur Mutter gehöre ja, daß man irgendwann einmal in ihr drin war. So habe auch der Christus seinen Vater (Gott) und seine Mutter (das neue Jerusalem) verlassen, um Seinem Weibe (der Herausgerufenen = der Versammlung) anhangen zu können und mit ihr ein Fleisch zu sein (Bezug zu Mt 19,5). Diese Idee von der Präexistenz der Seele hat er wahrscheinlich von Origines, dessen neoplatonische Philosophie ihn stark geprägt hat und über den er sich lobend äußerte, übernommen.

- Weiterhin glaubt er tatsächlich, daß Christus während Seines Erdenlebens das Fleisch der Sünde und somit eine sündhafte Natur an und in sich gehabt habe. Er habe das gleiche Fleisch wie wir Menschen gehabt (dies trifft übrigens, wie ich mit Nachdruck vertreten möchte, tatsächlich insofern zu, als der Herr Jesus nach Röm 8,3 in Gleichheit des Fleisches der Sünde kam und die menschliche Natur Adams nach dem Fall und nicht etwa vor dem Fall angenommen hat, wie die Exklusiven Brüder es fälschlicherweise lehren; der Herr Jesus war auch von seiner Empfängnis an der Sündenträger für Sein Volk, aber persönlich ohne jede Sünde) und habe ebenso wie wir sündigen können (das ist eindeutig falsch). Er geht so weit, zu sagen, daß im Falle eines Versagens des Herrn, welches ja nach seiner Theorie durchaus möglich gewesen wäre, Gott noch einen anderen Weg (zur Erlösung) gefunden hätte. Diese seine Thesen überschreiten bei weitem die Grenze zur Blasphemie.

- Er huldigt der Auffassung, daß Christus einen vorweltlichen Anfang gehabt habe, als Er aus Gott herausgekommen sei, um dann "die alle" (gr.: ta panta) aus sich herauszugeben. Einmal würden "die alle" wieder in Ihn hineingeführt, wonach sich der Sohn dem Vater unterwerfen werde, auf daß dann Gott alles in allen sei und dieser Zustand dann die vermehrte Herrlichkeit aller erschaffenen Wesen bedeute.

- Der Satan sei zwar unser Feind, aber nicht Gottes Feind. Er habe die Funktion eines Verklägers, also eines vom Gericht bestellten Staatsanwaltes, weshalb er für seine Taten nicht verantwortlich gemacht bzw. bestraft werden könne.

Weitere schwerwiegende Irrtümer:

- Er vertritt eine stark abgewandelte British-Israel-Theorie; die europäischen und angelsächsischen Völker seien direkte, leibliche Nachkommen der 10 Stämme Israels.

- Er berechnet den Beginn des Tausendjährigen Reiches - das übrigens schon auf der neuen Erde stattfinden soll - auf das Jahr 2028. Die erste Entrückung (er geht von deren drei - für jede heilsgeschichtliche Linie eine - aus) finde im Jahre 2021 statt. Gott habe uns in der Offenbarung Jesu Christi einen äußerst genauen Zeitplan gegeben, so daß wir in der Lage seien, sogar die Tage von verschiedenen Ereignissen zu berechnen.

- Die Gläubigen müßten nicht mehr vor dem Richterstuhl Christi bzw. Gottes offenbar werden, sondern es werde bei ihnen schon in diesem Leben alles offenbar. 2. Kor 5,10 übersetzt er: Denn den allen ist bindend, zu uns hin offenbart zu werden. Dies beziehe sich gemäß 1 Kor 6,2-3 darauf, daß die Gläubigen alle, auch Engel, richten würden.

Man könnte hier sicherlich noch wesentlich mehr nennen, was ich jetzt aber nicht tun möchte. Ich habe mich im August 1993 von ihm (ich hatte ihn persönlich gekannt) und seinen verderblichen Lehrmeinungen, von denen ich hauptsächlich die Allversöhnung und die Pfahles-Theorie übernommen hatte, gründlich getrennt (dieser Trennung ging eine intensive Beschäftigung mit der Schrift und mit einiger Literatur von beiden Seiten voraus; die ganze Geschichte meiner Auseinandersetzung hier zu berichten, würde jedoch den Rahmen sprengen). Im November 1994 gelangte ich zu der Einsicht, daß schon der Besitz der Bücher dieses Mannes einen schädlichen Einfluß auf mich ausübte; daher vernichtete ich auch meine letzten Bücher von Baader. Man kann eigentlich nichts von ihm guten Gewissens annehmen, denn er verkündigt ein anderes Evangelium und einen anderen Jesus als die Schrift. Er greift sowohl die Person als auch die Bedeutung des Werkes des Herrn Jesus an und muß als fundamentaler Irrlehrer abgewiesen werden, zu welchem Kontakt eine Unmöglichkeit darstellt. Man kann nur hoffen, daß sein Herz gesünder ist als sein Verstand (de gustibus non judicat ecclesia!), denn diesen hat der Gott dieser Welt verfinstert.
Die DaBhaR-Übersetzung enthält etliche tendenziöse Fehler (z. B. in Joh 1,18: „... der Gekommenseiende hinein in die Leibesbucht des Vaters, jener leitet ihn her“) und äußerst viele, teilweise sehr eigenartige Wortneuschöpfungen, obwohl sie Treue zum Grundtext vorgibt. Sie ist als gefährliche Verfälschung und Umdeutung des Wortes Gottes und des biblischen Evangeliums anzusehen. Ich bereue es zutiefst, die Schriften dieses gefährlichen Mannes je empfohlen zu haben.

Grüße

voljor72

E-Mail: sola.gratia@t-online.de